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Wer war Singe-Karl?

SingekarlSingekarlDieses Unikum stand zwischen den Weltkriegen eigentlich auf dem Hofe Schulze-Einecke in Diensten.
Während der Schützenfestsaison in der Niederbörde aber hatte sein Dienstherr wenig Hilfe und Freude an ihm.
"Singe-Karl“ pflegte nämlich jedes Fest im Umkreis ausgiebig mit zu feiern.

Dort wurde ihm, wie in Hattrop geschehen, schon mal das verschmitzte Gesicht mit Schuhwichse geschwärzt.
Eine Schärpe aus Stroh sollte ihm die notwendige Schützenwürde verleihen.

Schützenfest in der 20ernSchützenfest in der 20ernHattroper Schützenzug in den 20er Jahren

So ausstaffiert marschierte er dann, mit dem geschulterten Reiserbesen als Degenersatz, dem jeweiligen Schützenzug voraus.

Seinen Hang zum Alkohol befriedigte Karl kostenfrei dadurch, dass er – weitgehend geduldet – die Neigen aus den Biergläsern der Tanzenden austrank.

Zu seinem Spitznamen war er gekommen,  weil er  in alkoholisiertem Zustand meistens – nicht gerade feine oder auch politisch anstößige – Lieder freiweg zu grölen pflegte.

Ein Mann mit dem Mut, verlacht zu werden,  ein Sonderling, den jede Gesellschaft hat, bei dem man beide Augen zudrückt, wenn er sich ungefragt ohne Rücksichten auf Konventionen zu Wort meldet.

Karl Reisdorf, so sein richtiger Name,
fand seine letzte Ruhe auf dem Friedhof in Welver.

(nach: Jubiläumsschrift 150 Jahre Schützenverein Hattrop)

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